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Zwischen Sturmflut, Lava und Tourismus: Wie sich die Meeresfotografie verändert

C CellaPix | A. Kolb-Telieps 6 Min. Lesezeit · 1.167 Wörter · 26 Aufrufe Deutschland

Küsten sind keine festen Motive. CellaPix zeigt, wie Sturmfluten, Vulkanismus und Tourismusdruck die Meeresfotografie verändern.

Küsten gehören zu den beliebtesten Motiven der Landschaftsfotografie. Doch viele Orte verändern sich schneller, als es auf den ersten Blick sichtbar ist: Sturmfluten formen Strände neu, Steilküsten brechen ab, Vulkanismus schafft neues Land, und bekannte Aussichtspunkte geraten durch Tourismus unter Druck. In einem neuen CellaPix-Beitrag zeigt die Fotografin Angelika Kolb-Telieps, warum Meeresfotografie 2026 mehr ist als die Suche nach schönem Licht.

Küsten sind keine festen Motive, auch wenn sie auf Fotos oft so wirken. Was heute als vertrauter Vordergrund, markante Klippenkante oder ikonischer Aussichtspunkt erscheint, kann morgen verändert, gesperrt, überlaufen oder verschwunden sein. Meeresfotografie wird dadurch anspruchsvoller: Sie verlangt nicht nur ein Gespür für Licht, Wetter und Belichtungszeit, sondern auch ein Bewusstsein dafür, dass Küstenlandschaften in Bewegung sind - geformt von Naturkräften, Schutzmaßnahmen und menschlichem Druck.

Ostsee: Wenn vertraute Küstenabschnitte ihr Gesicht verändern

Besonders deutlich zeigt sich dieser Wandel an der Ostsee. Sie gilt im Vergleich zur Nordsee oft als ruhiger, weil der starke Tidenhub fehlt. Doch Sturmfluten, Brandung und abbrechende Steilküsten können auch hier in kurzer Zeit sichtbare Spuren hinterlassen. Die Ostseesturmflut im Oktober 2023 erreichte in Schleswig-Holstein Wasserstände von bis zu 2,29 Meter über Normalhöhennull, dauerte mehr als 50 Stunden und überflutete mehr als 5.700 Hektar Land. Für die Fotografie bedeutet das: Auch scheinbar vertraute Orte können nach einem Sturm anders aussehen als zuvor - mit veränderten Stränden, neuen Abbruchkanten, beschädigten Wegen oder verschwundenen Vordergründen.

Noch greifbarer wird das an den Steilküsten. An der Kreideküste auf Rügen sind in den vergangenen Jahren immer wieder größere Abschnitte abgebrochen. Für Besucherinnen und Besucher ist das ein Sicherheitsrisiko, für Fotografierende aber auch ein Hinweis darauf, dass manche Motive nicht beliebig wiederholbar sind. Eine markante Klippenkante, ein gewohnter Blickwinkel oder ein Weg entlang der Küste kann sich verändern oder ganz verschwinden. Meeresfotografie wird damit auch an der Ostsee zu einer Momentaufnahme einer Landschaft, die ständig weiterarbeitet.

La Palma: Wenn durch Vulkanismus neues Land entsteht

Ein anderes Beispiel zeigt La Palma. Dort verändert nicht nur das Meer die Küste, sondern auch der Vulkanismus. Angelika Kolb-Telieps war während des Vulkanausbruchs selbst auf der Kanareninsel und dokumentierte später, wie Lavaflächen und neu entstandenes Land die Westküste verändert haben. Für die Meeresfotografie ist daran besonders interessant, dass eine Küste hier nicht nur verschwindet oder abbricht, sondern neu entsteht - und anschließend sofort wieder von Wind, Wetter und Atlantik geformt wird.

Besonders sichtbar wird diese Dynamik bei Tazacorte. Hafen, Promenade und schwarzer Strand wirken zunächst wie ein klassischer Küstenort. Gleichzeitig zeigt die Brandung dort, wie viel Energie im Meer steckt. Starke Wellen, Gischt und veränderte Strandbereiche machen deutlich, dass auch neu oder scheinbar stabil wirkende Küstenabschnitte verletzlich bleiben. Für Fotografierende entsteht daraus ein anderer Blick auf das Motiv: Der Ort ist nicht nur Kulisse für ein schönes Meeresbild, sondern Teil einer Landschaft, die sich durch Naturkräfte immer weiter verändert.

Lofoten: Wenn bekannte Fotospots an ihre Grenzen kommen

Auf den Lofoten zeigt sich eine weitere Form der Veränderung: Nicht immer sind es Sturmfluten, Erosion oder Vulkanismus, die eine Küstenlandschaft prägen. Manchmal verändert auch ihre Bekanntheit den Ort selbst. Besonders deutlich wird das am Reinebringen, einem der berühmtesten Aussichtspunkte der Lofoten. Der Blick auf Reine, die Fjorde und die umliegenden Berge wirkt auf Fotos wild und ursprünglich. Der Weg dorthin erzählt jedoch eine andere Geschichte: Der Aufstieg ist inzwischen stark gelenkt, führt über zahlreiche angelegte Treppenstufen und wird in der Saison von sehr vielen Menschen genutzt.

Damit wird der Reinebringen zu einem Beispiel dafür, wie sich ikonische Landschaftsmotive durch Tourismusdruck verändern. Für Fotografierende bedeutet das: Es geht nicht mehr nur um Bildgestaltung, Licht und Wetter, sondern auch um Wartezeiten, Besucherströme, begrenzten Platz und die Verantwortung, empfindliche Landschaften nicht zusätzlich zu belasten. Die Motive sind nicht verschwunden, aber sie sind nicht mehr unberührt. Gerade deshalb gewinnen ruhigere Perspektiven, weniger bekannte Küstenabschnitte und ein respektvoller Umgang mit sensiblen Orten an Bedeutung.

"Für mich ist Meeresfotografie heute mehr als die Suche nach schönem Licht und langen Belichtungszeiten. Küsten erzählen Geschichten - von Wind und Wasser, von Veränderung, Nutzung und manchmal auch von Überlastung. Wer genauer hinsieht, entdeckt oft stärkere Motive als den klassischen Sonnenuntergang", sagt Angelika Kolb-Telieps.

Vom Einzelbild zur erzählenden Serie

Für Fotografierende ergibt sich daraus ein praktischer Ansatz: Küsten sollten nicht nur als einzelnes Hauptmotiv betrachtet werden. Spannender wird es, wenn aus mehreren Bildern eine kleine Serie entsteht. Ein stimmungsvolles Landschaftsbild kann den ersten Eindruck zeigen - etwa Licht, Wetter, Wellen, Weite oder die besondere Atmosphäre eines Ortes. Ergänzend dazu erzählen Kontextbilder mehr darüber, wie diese Küste genutzt, geschützt oder verändert wird: Häfen, Wege, Schutzanlagen, Besucher, Absperrungen, Strandaufspülungen oder Spuren von Sturm und Brandung können wichtige Bestandteile einer solchen Bildgeschichte sein.

Auch Details spielen dabei eine wichtige Rolle. Strukturen im Sand, angeschwemmtes Material, Strandhafer, Felsen, Abbruchkanten oder Spuren im Watt zeigen oft genauer, was an einem Ort passiert. Sie machen eine Serie ruhiger, persönlicher und vielschichtiger. Statt nur das bekannte Postkartenmotiv zu wiederholen, können Fotografierende so zeigen, was eine Küste ausmacht: ihre Schönheit, ihre Bewegung, ihre Nutzung und ihre Verletzlichkeit. Gerade dadurch entstehen Bilder, die über den Moment hinausweisen und den Charakter eines Ortes stärker sichtbar machen.

Blogbeitrag und Video vertiefen das Thema

Den ausführlichen Beitrag _"_ Meeresfotografie 2026: Warum Küstenmotive schwieriger werden _"_ hat Angelika Kolb-Telieps auf ihrer Website CellaPix veröffentlicht. Darin verbindet sie eigene fotografische Erfahrungen mit Beispielen von der Ostsee, La Palma und den Lofoten und zeigt, warum Küstenmotive heute nicht mehr nur unter gestalterischen, sondern auch unter landschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten betrachtet werden sollten.

Der Blogbeitrag richtet sich an alle, die Küstenlandschaften bewusster fotografieren möchten - ob im Urlaub, auf Fotoreise oder als Teil einer langfristigen fotografischen Auseinandersetzung mit Landschaften im Wandel.

Ergänzend dazu zeigt ein Video anhand aktueller Nordsee-Motive, wie sich dieser fotografische Ansatz praktisch umsetzen lässt: Wie entstehen aus einzelnen Meeresbildern erzählende Serien, die Atmosphäre, Kontext, Details und Spuren eines Ortes sichtbar machen?

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

CellaPix | A. Kolb-Telieps
Frau Angelika Kolb-Telieps
Siebensternweg 7
38678 Clausthal-Zellerfeld
Deutschland

fon ..: 01737182266
web ..: https://www.cellapix.de
email : angelika@cellapix.de

Angelika Kolb-Telieps ist Landschafts- und Astrofotografin und arbeitet unter dem Namen CellaPix. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von Fotowissen in Workshops und Trainings, insbesondere in den Bereichen Landschafts- und Nachtfotografie. Neben ihrer fotografischen Arbeit veröffentlicht sie Kalender, Wandbilder und Bücher und ist regelmäßig in der Natur unterwegs, um neue Motive und Perspektiven zu entdecken.

Pressekontakt:

CellaPix | A. Kolb-Telieps
Frau Angelika Kolb-Telieps
Siebensternweg 7
38678 Clausthal-Zellerfeld

fon ..: 01737182266
email : angelika@cellapix.de

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Original-Inhalt von CellaPix | A. Kolb-Telieps und übermittelt von connektar.de Presseverteiler

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