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Wie Online-Bewertungen die Personalgewinnung in Arztpraxen beeinflussen

G Grüning & Partner 3 Min. Lesezeit · 556 Wörter · 50 Aufrufe Deutschland

Laut einer Studie nutzen 55 Prozent der Deutschen Online-Bewertungen bei der Arztwahl - und 43 Prozent haben sich mindestens einmal aufgrund einer schlechten Bewertung gegen einen Arzt entschieden.

Trotzdem reagierten niedergelassene Ärzte im Schnitt auf weniger als zwei Prozent aller Patientenbewertungen öffentlich. Ein Widerspruch mit wirtschaftlichen Folgen. In einem Markt, in dem laut IW Köln fast jede zweite offene ZFA-Stelle unbesetzt bleibt und 25 Prozent der Praxen laut Bundesagentur für Arbeit MFA-Stellen im vergangenen Jahr nicht besetzen konnten, entsteht ein neuer Wettbewerb - um Fachkräfte. Wer diesen Wettbewerb unterschätzt, unterschätzt auch, was Bewerberinnen als Erstes tun: Sie googeln die Praxis.

Der Fachkräftemangel im deutschen Gesundheitswesen ist nicht neu - aber er verschärft sich strukturell. Medizinische Fachangestellte (MFA) und zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) sind in vielen Regionen Deutschlands kaum noch zu finden: Laut IW Köln blieben 2026 fast 47 Prozent aller offenen ZFA-Stellen unbesetzt. 25 Prozent der Praxen konnten nach eigenen Angaben MFA-Stellen im vergangenen Jahr nicht besetzen. Laut KBV übernehmen bereits 57,8 Prozent der Ärzte selbst Aufgaben, die eigentlich dem Praxispersonal obliegen.

In diesem Umfeld haben Bewerberinnen und Bewerber eine ungewohnte Wahlfreiheit. Und sie nutzen sie: Wie bei der Arztwahl beginnt auch die Jobsuche heute häufig mit einer Google-Suche. Wer eine Stelle in einer Arztpraxis in Betracht zieht, gibt den Namen der Praxis in die Suchmaschine ein - und sieht innerhalb von Sekunden den Sterneschnitt, die Anzahl der Bewertungen und das, was Patienten über das Team schreiben.

_"Patienten schreiben in Bewertungen häufig über das Praxisteam. Was eine Bewerberin dort über die Kolleginnen am Empfang liest, entscheidet mit, ob sie ihre Bewerbung abschickt oder zur nächsten Praxis in der Liste weiterschaut."_

- Matthias Grüning, Entwickler Dr. ORM

Tatsächlich nennen laut einer Jameda-Studie 49,9 Prozent der positiven Arztbewertungen ausdrücklich die Freundlichkeit des Praxisteams. Bewertungen wirken damit nicht nur als Patienteninformation - sie sind für potenzielle Mitarbeitende ein Signal über das Arbeitsumfeld, dem sie sich anschließen würden. Eine Praxis mit unkommentierten Negativbewertungen über das Personal sendet an Bewerberinnen dasselbe Signal wie an Patienten: dass niemand hinsieht.

Hinzu kommt ein Argument, das im Bereich der ärztlichen Personalplanung bislang kaum diskutiert wird: der Praxiswert bei Übergabe. Wer eine Praxis übernimmt oder kauft, prüft zunehmend auch die Online-Reputation - weil er weiß, dass ein schlechter Google-Schnitt nicht nur Patienten, sondern auch MFA-Bewerberinnen abschreckt. Dieser doppelte Effekt senkt den Praxiswert und erschwert die Nachfolge.

Dr. ORM wurde als Reaktion auf genau dieses Problem entwickelt: Als Softwarelösung für Einzelpraxen und Gemeinschaftspraxen übernimmt die Plattform die automatische Überwachung aller Bewertungsportale, erstellt KI-gestützte Antwortvorschläge und bereitet bei Bedarf Löschungsschreiben für rechtswidrige Bewertungen vor. Ziel ist eine aktiv gepflegte Praxiswahrnehmung - die nicht nur Patienten, sondern auch potenzielle Mitarbeitende anspricht.

Weitere Informationen: https://app.dr-orm.de

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Dr. ORM ist eine Software-as-a-Service-Lösung für Arzt- und Zahnarztpraxen zur automatisierten Überwachung, Analyse und professionellen Beantwortung von Online-Bewertungen auf Portalen wie Google, Jameda und weiteren. Die Plattform unterstützt Praxen dabei, rechtswidrige Bewertungen zu identifizieren und Löschungsschreiben an die Portalbetreiber vorzubereiten. Dr. ORM ist ein Produkt der Grüning & Partner, Bad Wiessee.

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