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Was auf Lebensmitteln normal ist, gibt's jetzt für Politiker: der Nutri-Score für Glaubwürdigkeit

A Almademey Limited 5 Min. Lesezeit · 934 Wörter · 38 Aufrufe

Der kostenlose ÜDTZ-Klasse-Rechner stuft Politiker, Künstler und andere Personen des öffentlichen Lebens von A (sehr fair) bis E (maximaler ÜDTZ-Effekt) ein.

Beim Joghurt reicht ein Blick aufs Etikett: A heißt gut, E heißt Finger weg. Bei Menschen, die uns täglich erklären, was wir denken, zahlen und gut finden sollen, verlassen wir uns bisher auf Bauchgefühl, Frisur und Sendezeit. Das ändert Dr. Stephan Meyer, besser bekannt als "Doctor Change", mit dem ÜDTZ-Klasse-Rechner, einem kostenlosen Online-Test, der die Frage stellt: Wer zieht mich eigentlich über den Tisch?

Fünfzehn Fragen, ein Buchstabe

ÜDTZ steht für "Über-den-Tisch-zieh". Der Name ist bewusst undiplomatisch. Nutzer denken an eine Person des öffentlichen Lebens, etwa einen Politiker, einen Künstler oder einen Influencer, und beantworten 15 Fragen, davon 12 Pflichtfragen. Am Ende steht eine Klasse, vergleichbar mit dem Nutri-Score auf Lebensmitteln: A steht für "sehr fair", E für "maximaler ÜDTZ-Effekt".

Die Fragen gehen dorthin, wo es unbequem wird:

* Wie viel des Einkommens stammt aus freiwilligen Zahlungen, und wie viel aus Steuern oder Pflichtbeiträgen?
* Können die Zahler die Leistung kündigen oder zu einem anderen Anbieter wechseln, ohne kriminalisiert zu werden?
* Trägt die Person ein persönliches Risiko, wenn ihre Entscheidungen schiefgehen?
* Gelten für sie dieselben Regeln, die sie von anderen verlangt?
* Wird moralische Rhetorik wie "Solidarität" benutzt, um Strukturen zu rechtfertigen, die man selbst anders sieht?

Vorwürfe zu schweren Falschaussagen sind ausdrücklich optional. Sie sollen nur dann ausgefüllt werden, wenn mindestens zwei voneinander unabhängige, kommerziell und politisch nicht gebundene Quellen sie als faktisch falsch dokumentiert haben. Gerüchte bleiben draußen. Außerdem treffen die Nutzer die Einschätzung selbst. Der Rechner liefert den Maßstab, nicht das Urteil über konkrete Personen.

Warum ausgerechnet jetzt?

"Wir diskutieren ständig über Aussagen und fast nie darüber, wer da eigentlich spricht und was er oder sie davon hat", sagt Dr. Stephan Meyer. "Ich möchte, dass sich Menschen diese Frage angewöhnen, bevor sie einer öffentlichen Aussage glauben. Ob Politiker, Künstler oder sonst jemand mit Mikrofon. Wenn der Rechner dabei nebenbei für Streit, Gelächter und bessere Fragen sorgt, ist er genau richtig."

Spaß mit seriösem Fundament

Der Rechner soll in erster Linie Spaß machen und neue Erkenntnisse liefern, mit einem Körnchen Salz. Dahinter steckt aber System. Meyer ist Diplom-Psychologe und promovierter Betriebswirt. Schon seine Diplomarbeit befasste sich mit computergestützter Diagnostik. Mit dem ÜDTZ-Klasse-Rechner wendet er dieses Wissen nun auf eine Frage an, die ihn seit Langem beschäftigt. Die Kriterien folgen der Logik der Österreichischen Schule der Nationalökonomie und berücksichtigen motivationspsychologische Aspekte: Wer lebt von wem, wer trägt Risiko, wer kann aus der Beziehung aussteigen?

Dass das eine bestimmte Brille ist, verschweigt er nicht. "Der Rechner ist keine Wahrheitsmaschine und ersetzt keine eigene Recherche", sagt Meyer. "Er macht Kriterien sichtbar, über die sonst erstaunlich selten gesprochen wird. Wer eine andere Brille bevorzugt, darf mir gern zeigen, wie sie aussieht."

Empfehlung aus der Community

Die Community Staatenlos empfiehlt den Test und beschreibt ihn als Werkzeug, das einige "heilige Kühe" der Gesellschaft auf den Prüfstand stellt. Für Staatenlos gehört zur Freiheit auch, zu hinterfragen, wie freiwillig die Beziehung zu den Institutionen eigentlich ist, die über Geld, Regeln und persönliche Handlungsspielräume entscheiden.

Ein Siegel für den Freundeskreis

Zum Rechner gehört ein Gütesiegel, das als PNG mit transparentem Hintergrund heruntergeladen werden kann. Man kann Personenfotos kennzeichnen und bei niedriger Klasse (D oder E) geringe Glaubwürdigkeit auf einen Blick sichtbar machen. Vielleicht eine Spielerei, aber garantiert ein Gesprächsthema.

Diskussionsfragen zum Weiterreden

Für alle, die die Debatte gleich weiterführen möchten:

* Welche Klasse würden Sie dem Politiker vergeben, den Sie am häufigsten zitieren?
* Und welche Klasse bekämen Sie selbst, wenn Sie den Test auf sich anwenden?
* Wäre ein A für Prominente überhaupt realistisch?

Verfügbarkeit

Der ÜDTZ-Klasse-Rechner ist kostenlos und ohne Registrierung verfügbar unter: https://jo.my/uedtz

Über Dr. Stephan Meyer ("Doctor Change")

Dr. Stephan Meyer ist Keynote-Speaker, Executive Coach und Experte für Change Management mit über 30 Jahren Erfahrung in der digitalen Transformation. Er leitet die Almademey Limited, studierte Wirtschaftspsychologie und Betriebswirtschaftslehre an der RWTH Aachen und promovierte an der University of Gloucestershire. In seiner Dissertation untersucht er, wie sich überholte Rituale in Organisationen ("heilige Kühe") durch zeitgemäße Prozesse ersetzen lassen. Daraus entstand sein berühmtes "Sacred Cow Framework".

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Herr Stephan Meyer
Anthipolochagou Georgiou Savva 26, Shop 1
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email : office@stephanmeyer.com

Über Dr. Stephan Meyer - "Doctor Change"

Dr. Stephan Meyer ist seit über 30 Jahren in der digitalen Transformation und im Change Management aktiv - als CEO, Vorstandsmitglied, Mentor und Coach. Er hält einen Doktortitel in Betriebswirtschaft (University of Gloucestershire) sowie ein Diplom in Wirtschaftspsychologie (RWTH Aachen). Als Direktor der Almademey Ltd. berät er internationale Konzerne ebenso wie mittelständische Familienunternehmen. Zu seinen Kunden zählen Volkswagen, Audi, Daimler, PwC, Allianz, Zurich, Novartis, Sanofi, Evonik und E.ON. Er ist Co-Autor der Bücher "People, Culture & Communication" sowie "Digital Project Practice for New Work and Industry 4.0" und Gründer der Future Research Group auf LinkedIn. Er ist Dozent an der CIM Cyprus Business School in Fächern wie Change Management und Innovation.

Sein Vortragsprogramm umfasst mehrere Formate zu den Themen Wandel, Psychologie, Innovation und Zukunftsstrategie. Er hat bislang über 100 Veranstalter in 11 Ländern begeistert.

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