Unternehmensnachfolge: Wenn das Lebenswerk ein Preisschild bekommt
Warum steigende Kaufpreisvorstellungen eine realistische Unternehmensbewertung immer wichtiger machen
Wer sein Unternehmen über Jahrzehnte aufgebaut hat, verbindet damit weit mehr als Umsatz, Gewinn und Bilanzpositionen. Im Lebenswerk stecken persönliche Entscheidungen, lange Arbeitstage, Kundenbeziehungen, Mitarbeiter, Investitionen und häufig auch ein erheblicher Teil der eigenen Altersvorsorge. Spätestens wenn eine Unternehmensnachfolge oder ein Verkauf konkret wird, bekommt dieses Lebenswerk jedoch einen Preis.
Wie groß die Erwartungen inzwischen sind, zeigen aktuelle Zahlen von KfW Research. Mittelständische Unternehmer, die innerhalb von fünf Jahren eine Nachfolgeregelung anstreben, erwarten im Durchschnitt einen Verkaufspreis von 499.000 Euro. Im Jahr 2019 waren es noch 372.000 Euro. Noch deutlicher fällt die Veränderung beim Median aus: Er stieg im gleichen Zeitraum von 175.000 auf 375.000 Euro. Inzwischen erwartet mehr als jeder vierte Unternehmer einen Kaufpreis von über einer Million Euro.
Damit gewinnt eine Frage an Bedeutung, die in vielen Nachfolgegesprächen früher oder später auf den Tisch kommt: Wie viel ist das Unternehmen tatsächlich wert und welcher Kaufpreis lässt sich am Markt wirtschaftlich vertreten?
"Wer 30 oder 40 Jahre an einem Unternehmen gearbeitet hat, betrachtet dessen Wert verständlicherweise aus einer anderen Perspektive als ein potenzieller Käufer", sagt Wichard von Alvensleben, Geschäftsführer der WIRTSCHAFTSWUNDER Consulting GmbH & Co. KG. "Die persönliche Bedeutung des Unternehmens lässt sich kaum in einer Excel-Tabelle abbilden. Für einen Verkauf braucht es trotzdem eine wirtschaftlich belastbare Größenordnung, die ein Käufer nachvollziehen, finanzieren und aus der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens heraus tragen kann. Je früher diese Frage geklärt wird, desto größer bleibt der Handlungsspielraum."
Die Kaufpreisvorstellung des Inhabers und ein belastbarer Unternehmenswert können dabei durchaus auseinanderliegen. Ertragskraft, zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten, Kundenstruktur, Investitionsbedarf, Prozesse, Personal und die Abhängigkeit vom bisherigen Inhaber spielen ebenso eine Rolle wie die Frage, wie verlässlich sich das Unternehmen nach der Übergabe weiterführen lässt.
Gerade bei kleineren inhabergeführten Betrieben zeigt sich häufig, dass ein erheblicher Teil des Unternehmenswertes unmittelbar mit der Person des Unternehmers verbunden ist. Kunden rufen ihn persönlich an, wichtige Entscheidungen laufen über seinen Schreibtisch und Wissen über Lieferanten, Preise oder Abläufe ist über viele Jahre gewachsen. Für einen Käufer entsteht daraus eine zusätzliche Unsicherheit, die sich auch auf die Bewertung auswirken kann.
Aus Sicht von WIRTSCHAFTSWUNDER sollte die Beschäftigung mit dem Unternehmenswert deshalb früh beginnen. Eine erste Bewertung schafft eine Ausgangsbasis und kann gleichzeitig sichtbar machen, welche Faktoren den Wert eines Unternehmens beeinflussen und an welchen Stellen vor einer geplanten Übergabe noch gearbeitet werden kann.
"Eine Unternehmensbewertung ist für uns keine Zahl, die einmal berechnet und anschließend in die Verkaufsunterlagen geschrieben wird", ergänzt André Glaser, Prokurist bei WIRTSCHAFTSWUNDER. "Sie liefert eine Momentaufnahme und hilft dem Unternehmer zu verstehen, wie ein möglicher Käufer auf seinen Betrieb schaut. Daraus können sehr konkrete Aufgaben für die nächsten Jahre entstehen. Genau darin liegt ein großer Nutzen einer frühzeitigen Bewertung."
Nach Angaben der KfW streben die befragten Nachfolgeplaner im Durchschnitt einen Kaufpreis in Höhe des 1,2-fachen Jahresumsatzes an. Dieser Durchschnittswert zeigt zugleich, wie wichtig die individuelle Betrachtung bleibt, denn Unternehmen unterscheiden sich erheblich bei Profitabilität, Zukunftsaussichten, Kapitalbedarf und Inhaberabhängigkeit.
WIRTSCHAFTSWUNDER beginnt die Begleitung einer Unternehmensnachfolge deshalb mit einer strukturierten Bestandsaufnahme im Betrieb. Dabei werden die wirtschaftliche Situation, die Organisation, bestehende Abhängigkeiten und die grundsätzliche Übergabefähigkeit betrachtet. Eine erste Einschätzung zum Unternehmenswert gehört ebenfalls dazu. Ziel ist ein realistisches Bild davon, wo das Unternehmen heute steht und welche Schritte bis zu einer möglichen Übergabe sinnvoll sind. Dieses Vorgehen entspricht auch der aktuellen Ausrichtung von WIRTSCHAFTSWUNDER auf Nachfolge und die strukturelle Vorbereitung kleiner und mittelständischer Unternehmen.
Eine frühzeitige Bewertung kann dabei auch eine unangenehme Erkenntnis liefern. Wenn die eigene Kaufpreisvorstellung und der wirtschaftlich begründbare Wert weit auseinanderliegen, braucht es Zeit, um darauf zu reagieren. Genau diese Zeit fehlt häufig, wenn die Nachfolge erst dann angegangen wird, wenn der Rückzug des Inhabers bereits unmittelbar bevorsteht.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
WIRTSCHAFTSWUNDER Consulting GmbH & Co. KG
Herr Wichard von Alvensleben
Duisburger Straße 19
40477 Düsseldorf
Deutschland
fon ..: +49 211 5420 8712
web ..: https://wiwuconsult.de
email : office@wiwuconsult.de
WIRTSCHAFTSWUNDER ist eine bundesweit tätige Beratungsgesellschaft mit Sitz in Düsseldorf, die kleine und mittelständische Unternehmen in Übergangs- und Entscheidungssituationen begleitet. Der Schwerpunkt liegt auf Unternehmensnachfolge, Übergabeprozessen und der strukturellen Vorbereitung von Unternehmen auf die nächste Phase.
Pressekontakt:
WIRTSCHAFTSWUNDER Consulting GmbH & Co. KG
Herr Wichard von Alvensleben
Duisburger Str. 19
40477 Düsseldorf
fon ..: +49 211 5420 8712
email : office@wiwuconsult.de
Original-Inhalt von WIRTSCHAFTSWUNDER Consulting GmbH & Co. KG und übermittelt von connektar.de Presseverteiler