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Offener Brief an die Bundesministerin für Bildung und Forschung: HPI Schul-Cloud behindert Digitalisierung

A AixConcept 3 Min. Lesezeit · 681 Wörter · 819 Aufrufe

Fünf mittelständische Unternehmen senden offenen Brief an Bundesministerin für Bildung und Forschung, um gegen die Entwicklung einer HPI Schul-Cloud zu protestieren, die bewährte Lösungen verdrängt.

An:
Bundesministerin für Bildung und Forschung
Frau Anja Karliczek
Kapelle-Ufer 1
10117 Berlin

In Kopie:
Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier
Bundesminister für besondere Aufgaben Helge Braun
Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung Dorothee Bär
Präsidentin der Kultusministerkonferenz Dr. Stefanie Hubig

Betreff: HPI Schul-Cloud behindert Digitalisierung der Schulen

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Karliczek,

in der aktuellen Ausnahmesituation benötigen Schulen Hilfe beim Aufbau digitaler Lösungen für
den Unterricht. Deutsche Mittelständler bieten vielfältige innovative Lösungen für Schulen an.
Diese Produkte sind praxisnah, ausgereift und werden seit vielen Jahren erfolgreich an Schulen
eingesetzt. Die Anbieter leisten schon seit Beginn der Schulschließungen Soforthilfe, indem sie
Schulen unbürokratisch und teils auch komplett kostenlos ihre Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Da eine kurzfristige Finanzierung vom Staat fehlt, werden die zusätzlich nötigen Kapazitäten - so gut es geht - aus eigenen Mitteln finanziert.

Statt diese Bemühungen zu unterstützen, steckt das BMBF nun erneut einen zweistelligen
Millionenbetrag in sein eigenes Konkurrenzprodukt. Die HPI Schul-Cloud befindet sich mitten in
der Pilotphase, eine praktische Erprobung im Schulalltag steht noch aus. Das verfrühte Ausrollen
eines unfertigen Produktes belastet die beteiligten Lehrkräfte zusätzlich und wird möglicherweise weitere Vorbehalte gegen die Digitalisierung von Schule erzeugen.

Generell ist der staatliche Markteingriff durch die Entwicklung einer eigenen Schul-Cloud unnötig
und kontraproduktiv. Die Digitalisierung von Schule ist ein langwieriger Prozess. Es fehlt dabei
nicht an guten Lösungen. Die Probleme liegen vielmehr in der Ausbildung einer gemeinsamen
Vision über die verschiedenen Bildungsebenen hinweg, der Qualifizierung des Lehrpersonals,
mangelnder Interoperabilität und langen Entscheidungsverfahren. Der Digitalpakt hat hier bereits
eine positive Lenkungswirkung übernommen und der Mittelstand spielt dabei eine entscheidende Rolle: Die Unternehmen sind vor Ort verfügbar und somit zentraler Ansprechpartner für die Implementierung und Schulung sowie für den langfristigen Support der eingesetzten Lösungen.

Das Projekt HPI Schul-Cloud zögert die Digitalisierung von Schule weiter hinaus. Anstatt auf
funktionierende Lösungen am Markt zu setzen, warten Schulen und Träger auf das vermeintlich
kostenlose Allheilmittel vom Bund. Die Folgekosten und konzeptionellen Einschränkungen, wie die Ausrichtung des Produktes auf wenige Kernfunktionen für den Unterricht, werden dabei
verschwiegen.

Mit der rein singulären Förderung von einzelnen, prominenten Institutionen verletzt das BMBF das Subsidiaritätsprinzip und fügt den mittelständischen Anbietern erhebliche finanzielle Schäden zu. Diese Mittel fehlen bei der Weiterentwicklung der etablierten Lösungen. Die einseitige Förderung staatlicher Angebote behindert den Wettbewerb vielfältiger, bewährter Produkte und zerstört Innovationskraft. Verlierer sind am Ende die Schülerinnen und Schüler.

Stattdessen sollte eine Unterstützung der bereits erfolgreichen, im Bildungsmarkt agierenden
Partner in der Breite erfolgen. Erst dadurch kann die flächendeckende IT-Versorgung der Schulen
durch individuelle Beratung gewährleistet werden. Wir sind jederzeit für Gespräche offen und
freuen uns auf Ihre Rückmeldung!

Mit freundlichen Grüßen

AixConcept GmbH
DigiOnline GmbH
H+H Software GmbH
IServ GmbH
itslearning GmbH
SBE network solutions GmbH

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

AixConcept
Herr Volker Jürgens
Wallonischer Ring 37
52222 Stolberg
Deutschland

fon ..: 02402 389 41 - 32
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email : vjuergens@aixconcept.de

AixConcept liefert als Experte für digitale Bildung seit 2003 schlüsselfertige IT-Lösungen für Bildungseinrichtungen. Mehr als 1.900 Schulen und andere pädagogische Institutionen in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland erhalten Beratung, Konzeption, Umsetzung und Wartung aus einer Hand. Aus der Firmenzentrale in Stolberg bei Aachen und mit Partnern sorgt AixConcept für einen reibungslosen Betrieb der Schul-Netzwerke und ist führender Lieferant für Schul-IT im deutschen Markt.

AixConcept ist zertifizierter Microsoft Goldpartner im Bereich Application Development. www.aixconcept.de

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