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Industrie erprobt die nächste Robotikgeneration: Deutschlands erster herstellerunabhängiger Physical-AI-Hub

I INC Innovation Center GmbH 7 Min. Lesezeit · 1.430 Wörter · 32 Aufrufe Deutschland

Der Future Robotics Exploration Hub startet im Januar 2027 in Stuttgart. Unternehmen können dort Robotik- und Physical-AI-Technologien an realen industriellen Use Cases erproben.

Beim Future Robotics Summit in Stuttgart wurde der Aufbau des deutschlandweit ersten hersteller- und technologieunabhängigen Future Robotics Exploration Hub bekannt gegeben. Ab Januar 2027 werden dort mobile und humanoide Robotik sowie Physical-AI-Technologien herstellerübergreifend an realen industriellen Use Cases erprobt, verglichen und validiert. Zu den Unternehmen, die den Aufbau und die Aktivitäten des Hubs unterstützen, zählen u.a. Liebherr, SICK und NETZSCH.

Stuttgart, 7. Oktober 2026 - Welche Aufgaben lassen sich mit mobiler und humanoider Robotik sinnvoll automatisieren? Welche Robotikplattform, welche KI-Modelle und welche Komponenten eignen sich für welchen industriellen Use Case? Und wie können Unternehmen heute die Kompetenzen aufbauen, die sie für Physical AI in Zukunft benötigen?

Auf dem Future Robotics Summit in Stuttgart wurde gestern der Aufbau des Future Robotics Exploration Hub offiziell bekannt gegeben. Mit dem deutschlandweit ersten hersteller- und technologieunabhängigen Hub dieser Art schafft das INC Innovation Center gemeinsam mit Unternehmen (u.a. Liebherr, SICK und NETZSCH) aus der Industrie eine Umgebung, in der produzierende Unternehmen unterschiedliche Robotikplattformen und Physical-AI-Technologien anhand realer industrieller Aufgaben gemeinsam erproben, vergleichen und validieren können. Die Eröffnung findet im Januar 2027 in Stuttgart statt.

Wenn klassische Automatisierung an Grenzen stößt

Industrierobotik und Automatisierung sind seit Jahrzehnten fester Bestandteil moderner Produktion. Neue Fortschritte bei künstlicher Intelligenz, Sensorik sowie mobilen und humanoiden Robotersystemen verschieben jedoch zunehmend die Grenzen dessen, was technisch und wirtschaftlich automatisierbar ist.

Besonders relevant sind Anwendungen, die mit klassischen Automatisierungslösungen bislang nur schwer umsetzbar sind, z.B. aufgrund hoher Variantenvielfalt, wechselnder Umgebungen, komplexer Handhabungsaufgaben oder häufig sich verändernder Prozesse.

Für Industrieunternehmen entstehen daraus neue Möglichkeiten: Flexible, intelligente Robotik kann perspektivisch dazu beitragen, Mitarbeitende bei körperlich belastenden oder repetitiven Tätigkeiten zu unterstützen, Prozesse flexibler und effizienter zu gestalten und Produktionsstandorte in Deutschland und Europa langfristig wettbewerbsfähig weiterzuentwickeln. Gleichzeitig entstehen neue Märkte für Komponenten, Produkte, Software und Services rund um eine neue Generation intelligenter Robotik.

Welche Technologien für welche Anwendungen tatsächlich geeignet sind, ist heute jedoch in vielen Fällen noch offen.

_Wir erleben aktuell eine enorme Geschwindigkeit in der Robotik und Physical AI. Gleichzeitig sehen wir in unseren Projekten mit Industrieunternehmen immer wieder dieselben Fragen: Was funktioniert heute wirklich? Welche Plattform eignet sich für unseren Use Case? Welche Daten benötigen wir? Und welche Kompetenzen müssen wir im eigenen Unternehmen aufbauen? Genau dafür schaffen wir den Future Robotics Exploration Hub: einen Ort, an dem Unternehmen neue Technologien gemeinsam ausprobieren, vergleichen und validieren - und gleichzeitig praktische Fähigkeiten im Umgang mit Robotik und Physical AI aufbauen können. So entsteht das notwendige Know-how, um zukünftige Technologie- und Investitionsentscheidungen fundiert im Unternehmen selbst treffen zu können." _Anne Loos, Executive Director AI & Robotics, INC Innovation Center

Der Use Case entscheidet, nicht der Hersteller.

Anders als ein klassischer Showroom oder ein auf einzelne Robotiksysteme ausgerichtetes Labor setzt der Future Robotics Exploration Hub bewusst auf einen hersteller- und technologieunabhängigen Ansatz.

Unternehmen können sowohl gemeinsam definierte, branchenübergreifende Use Cases als auch eigene industrielle Fragestellungen in den Hub einbringen. Für diese werden unterschiedliche Kombinationen aus Robotikplattformen, KI-Modellen, Sensorik, Greiftechnik, Software und weiteren Komponenten untersucht.

Das Spektrum reicht zunächst von Materialtransport und -bereitstellung über Be- und Entladeprozesse bis hin zu Montageaufgaben. Gleichzeitig können Unternehmen eigene Produkte und Komponenten in die Testumgebung einbringen und untersuchen, wie diese mit zukünftigen humanoiden Robotiksystemen interagieren oder für neue robotische Anwendungen weiterentwickelt werden können.

Der Hub verbindet dafür Data Capturing, Physical AI Training, Multi-Robot Benchmarking und Industrial Validation. Über Teleoperation, Motion Capture und weitere Verfahren können reale industrielle Bewegungs- und Prozessdaten erfasst werden. Darauf aufbauend können Physical-AI-Modelle trainiert und optimiert sowie unterschiedliche Robotikplattformen unter vergleichbaren Bedingungen getestet werden.

_"Physical AI hilft komplexe Aufgaben zu verstehen, zu lernen und Robotik-Systeme flexibel anzupassen, anstatt nur festen Automatisierungsabläufen zu folgen. Für die Industrie reicht es aber nicht, dass etwas unter Laborbedingungen funktioniert. Wir müssen verstehen, wie robust, sicher und reproduzierbar diese Technologien in realen industriellen Anwendungsfällen und Umgebungsbedingungen sind. Im Hub können wir genau diese Brücke zwischen technologischer Entwicklung und industrieller Realität schlagen." _Dr. Benny Drescher, Technical Director AI & Robotics, INC Innovation Center

Gemeinsam lernen, bevor große Investitionen getroffen werden

Ein zentraler Bestandteil des Hub-Konzepts ist der Aufbau von internen Kompetenzen in den beteiligten Unternehmen. In den geplanten Future Robotics Trainings sammeln Mitarbeitende praktische Erfahrungen mit Simulation, Motion Capture, KI-Lernverfahren wie Imitation Learning und Reinforcement Learning sowie dem Einsatz von Physical-AI-Modellen für die Robotikprogrammierung.

Der Hub versteht sich damit bewusst nicht als Automatisierungsversprechen, sondern als Explorations- und Lernumgebung. Unternehmen können systematisch herausfinden, wo die neue Generation der Robotik bereits heute einen sinnvollen Beitrag leisten kann, wo technologische Grenzen bestehen und welche Voraussetzungen für einen späteren industriellen Einsatz geschaffen werden müssen.

Industriepartner bringen reale Fragestellungen ein

Bereits heute beteiligen sich einige Industrieunternehmen aktiv an der Ausgestaltung des Future Robotics Exploration Hub und bringen industrielle Erfahrung, Anforderungen und konkrete Anwendungsfälle ein.

Zitat - Dr. Robert Fader, Head of Manufacturing Technologies, SICK AG

_Für uns ist nicht entscheidend, welche Fähigkeiten ein robotisches System in einer Demonstration zeigt, sondern welchen konkreten Mehrwert autonome Systeme unter realen industriellen Bedingungen schaffen können. Der herstellerübergreifende Ansatz ermöglicht es uns, unterschiedliche Technologien frühzeitig zu bewerten, konkrete Anwendungen zu validieren und daraus fundierte Entscheidungen für die Zukunft abzuleiten._

Zitat - Andreas Denker, CEO, NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH

_Gerade bei der aktuellen Geschwindigkeit der Technologieentwicklung ist der gemeinsame Lernansatz für uns besonders wertvoll. Statt frühzeitig auf eine einzelne Technologie zu setzen, können wir unterschiedliche Lösungen anhand konkreter Aufgaben untersuchen und gleichzeitig Kompetenzen im eigenen Unternehmen aufbauen. Gerade bei einer Technologieentwicklung mit dieser Geschwindigkeit ist dieser Erfahrungsaustausch enorm wertvoll._

Privatwirtschaftlich finanziert und gemeinsam aufgebaut

Eine Besonderheit des Future Robotics Exploration Hub ist sein Kooperations- und Finanzierungsmodell. Der Hub wird privatwirtschaftlich durch das INC Innovation Center gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen finanziert und aufgebaut.

Die beteiligten Unternehmen bringen industrielle Herausforderungen, Anwendungsfälle und Anwenderperspektiven ein. Darüber hinaus stellen Technologiepartner relevante Robotikplattformen, Hardware, Software und AI-Technologien zur Verfügung. Das INC Innovation Center übernimmt als Initiator und Betreiber den Aufbau der Infrastruktur, die Integration der unterschiedlichen Technologien sowie die technische Begleitung der übergreifenden Use Case Umsetzungen. Dadurch entsteht eine gemeinsame Infrastruktur, in der Unternehmen Technologien explorieren und validieren können, ohne jeweils eine vollständige eigene Testumgebung aufbauen zu müssen.

Wettbewerbsfähigkeit stärken und neue Märkte erschließen

Neben konkreten Automatisierungsanwendungen soll der Hub Unternehmen auch dabei unterstützen, die wirtschaftlichen Auswirkungen der neuen Robotikgeneration frühzeitig zu verstehen.

Physical AI verändert nicht nur die Frage, wie produziert wird, sondern kann auch neue Anforderungen an Produkte und Komponenten schaffen. Von Sensorik und Antriebstechnik über Greifsysteme und Interfaces bis hin zu Software, Infrastruktur und neuen Services entstehen neue Wertschöpfungsketten und Marktchancen.

Für die europäische Industrie geht es deshalb nicht allein darum, bestehende Prozesse effizienter zu gestalten. Es geht auch darum, frühzeitig Kompetenzen, Technologien und Geschäftsmodelle für einen sich neu entwickelnden globalen Robotikmarkt aufzubauen.

Der Future Robotics Exploration Hub soll hierfür einen gemeinsamen Ausgangspunkt schaffen: Technologien verstehen, eigene Erfahrungen sammeln, Anwendungen entwickeln und erst dann entscheiden wo und wie investiert wird.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

INC Innovation Center GmbH
Frau Anne Loos
Campus-Boulevard 30
52074 Aachen
Deutschland

fon ..: +4916096600613
web ..: https://www.innovation-center.com/robotics
email : anne.loos@innovation-center.com

Das INC Innovation Center entwickelt und realisiert gemeinsam mit Industrieunternehmen technologiegetriebene Innovationen von der ersten Idee bis zur Skalierung. Dabei verbindet das INC technologische Entwicklung, industrielle Umsetzung und Geschäftsentwicklung. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsmodelle. Das INC hilft Unternehmen ebenso dabei durch neue Technologien wettbewerbsfähiger zu werden, z.B. durch Künstliche Intelligenz, Robotik, Advanced Manufacturing und industrielle Digitalisierung.

Gemeinsam mit seinen Kunden entwickelt und validiert das INC konkrete Lösungen, setzt Pilotprojekte um, skaliert erfolgreiche Anwendungen und begleitet deren wirtschaftliche Umsetzung. Dabei arbeitet das INC mit einem internationalen Netzwerk aus Wissenschaft und Industrie zusammen, darunter die RWTH Aachen, verschiedene Fraunhofer-Institute, Hong Kong Productivity Council (HKPC), AI & Robotics Center FLAIR und MEXT Technology Center des türkischen Metallverbands MESS.

Der Anspruch des INC: Innovationen nicht nur zu konzipieren, sondern gemeinsam mit den Kunden in messbaren wirtschaftlichen Nutzen zu überführen.

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