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Politik Für Wirtschaftsjournalisten

Deutscher Arbeitgeber Verband startet Kampagne für Selbstbestimmung und Eigenverantwortung

B BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V. 2 Min. Lesezeit · 403 Wörter · 449 Aufrufe

Unter dem Motto "Ich Selbst trage die Verantwortung für mein Leben" startet der „Deutscher Arbeitgeber Verband“ eine Kampagne für eine Rückkehr zum Prinzip der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Der Verband wirbt für einen Mentalitätswandel, der die Beziehungen zwischen Bürgern, Staat und Sozial- und Wohlfahrtsverbänden wieder in ein ausgewogenes Verhältnis setze.

Anlass der Kampagne sei ein folgenschwerer Wandel der deutschen Gesellschaft hin zu einer Betreuungsgesellschaft. In den vergangenen 40 Jahren habe die Betreuungsindustrie einen milliardenschweren Markt geschaffen. Allerdings würden die immer neuen Betreuungsangebote nicht von denjenigen bezahlt, die sie in Anspruch nähmen, sondern von der Allgemeinheit, sprich dem Steuerzahler.

Ursache dieser Entwicklung sei eine Klientelpolitik, die einem Teil der Bürger fast willkürlich in die Tasche greife, um unter denen, die als Wähler geworben werden sollen, Wohltaten zu verteilen.

"Mit Hilfe dieser Klientelpolitik haben sich nennenswerte Teile der Empfänger staatlicher Wohltaten über zwei Generationen hinweg in dieser lauwarmen Betreuungsatmosphäre auskömmlich eingerichtet. Man weiß um alle zustehenden Rechte oft kenntnisreicher als der gewiefteste Anwalt - Pflichten hingegen werden weder wahrgenommen noch akzeptiert. Kein Wunder im Umfeld eines Zeitgeistes, dem schon die Einforderung von Pflichten als unzumutbare Drangsal erscheint", sagte der Präsident des Deutschen Arbeitgeber Verbandes, Peter Schmidt.

Er mahnt zur Rückbesinnung auf die wirtschaftspolitischen Grundsätze Ludwig Erhards. "Erhards Politik, der die meisten Deutschen auch heute noch großen Respekt zollten, stand ganz unter dem Einfluss des Subsidiaritätsprinzips: Hilfe zur Selbsthilfe ist immer das oberste Handlungsprinzip der jeweils übergeordneten Instanz", sagte Schmidt.

Nur ein Leben, das in eigener Verantwortung gelebt werden könne, sei ein Leben in Würde. "Was aus eigener Kraft, unter Mühe und Anstrengung verdient und erworben wurde, gibt dem Menschen Stolz, Selbstbewusstsein und Würde", so Schmidt.

Darum müssten die einfachen Prinzipien von "geben und nehmen", von "fördern und fordern" und von "Hilfe zur Selbsthilfe" ernst genommen und mit Nachdruck wieder durchgesetzt werden. Es sei höchste Zeit, die unüberschaubare Subventionslandschaft, die Lebensbasis der Betreuungsindustrie, einzudampfen und auf das Notwendige zu reduzieren.

Wenn heute in der Politik etwas wirklich "alternativlos" erscheine, dann das Eintreten für Subsidiarität, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung.

Quelle:
Deutscher Arbeitgeber Verband e.V.
Markt und Freiheit
MEDIENPARK
Unter den Eichen 7
65195 Wiesbaden
http://www.deutscherarbeitgeberverband.de

Mitgeteilt durch:
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