BMLEH-Fördercall: Neue Förderung für Robotik, Automatisierung und KI in der Landwirtschaft
BMLEH fördert Robotik-, Automatisierungs- und KI-Lösungen für die Landwirtschaft. Projektskizzen können bis 1. Dezember 2026 eingereicht werden.
Hamburg, 20.10.2026 - Mit einer aktuellen Fördermaßnahme unterstützt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) Forschungs- und Entwicklungsvorhaben für digitale Robotik- und Automatisierungslösungen in der Landwirtschaft. Ziel ist es, Arbeitskräfte zu entlasten, körperlich belastende und zeitintensive Tätigkeiten zu reduzieren und gleichzeitig die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe zu stärken.
Gefördert werden Vorhaben der industriellen Forschung und experimentellen Entwicklung, die einen konkreten Bedarf der landwirtschaftlichen Praxis adressieren. Die entwickelten Technologien sollen praxisnah erprobt und bis zum Projektende möglichst weit in Richtung Marktreife geführt werden.
Robotik und KI für die landwirtschaftliche Praxis
Im Fokus stehen digitale Technologien, die landwirtschaftliche Arbeitsprozesse automatisieren oder erleichtern. Dazu zählen beispielsweise:
• autonome oder teilautonome Landmaschinen, Anbaugeräte und Drohnen
• KI-gestützte Robotik für Ernte, Pflege, Mäharbeiten oder Sonderkulturen
• kooperative Arbeitsprozesse zwischen Menschen und Robotiksystemen
• intelligente Assistenz- und Entscheidungssysteme
• Automatisierung körperlich belastender, monotoner oder zeitintensiver Tätigkeiten
• Lösungen zur Verringerung des Arbeitskräftebedarfs und zur effizienteren Nutzung vorhandener personeller Ressourcen
Auch Sensorik, digitale Datenverarbeitung, Steuerungs- und Regelungssysteme sowie Mensch-Maschine-Schnittstellen können Bestandteil der geförderten Lösungen sein. Entscheidend ist ein technologischer Mehrwert für die landwirtschaftliche Praxis und eine nachvollziehbare Perspektive für die spätere wirtschaftliche Nutzung.
Unternehmen und Start-ups im Fokus
Antragsberechtigt sind Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen. Bewerbungen von Start-ups sind ausdrücklich erwünscht.
In Verbundprojekten können außerdem Hochschulen und außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen beteiligt werden. Voraussetzung ist eine substanzielle Beteiligung der Wirtschaft. In der Regel müssen die am Projekt beteiligten Unternehmen mehr als 40 Prozent der Gesamtmittel des Verbundvorhabens auf sich vereinen.
Die Vorhaben müssen eine hohe Praxisrelevanz und eine klar erkennbare wirtschaftliche Verwertungsperspektive aufweisen. Gefragt sind Forschungs- und Entwicklungsprojekte, aus denen neue Technologien, Produkte oder Dienstleistungen entstehen können.
Förderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss
Die Förderung erfolgt im Rahmen der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss. Die konkrete Fördersumme richtet sich nach den jeweils geltenden beihilferechtlichen Vorgaben und wird abhängig vom Vorhaben und den beteiligten Projektpartnern bestimmt.
Für die Auswahl spielen unter anderem der Innovationsgrad, die wissenschaftlich-technische Qualität, die Praxisrelevanz, die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sowie ein überzeugender Verwertungsplan eine wichtige Rolle.
Projektskizzen bis 1. Dezember 2026 einreichen
Das Förderverfahren ist zweistufig aufgebaut. In der ersten Stufe müssen Projektinteressierte eine Projektskizze über das elektronische Antragssystem easy-Online einreichen.
Die Ausschlussfrist endet am 1. Dezember 2026 um 12:00 Uhr. Die Projektbeschreibung darf maximal 15 DIN-A4-Seiten umfassen. Positiv bewertete Vorhaben werden anschließend zur Einreichung eines förmlichen Förderantrags aufgefordert.
IWS unterstützt bei Projektidee und Antragstellung
Wir unterstützen Unternehmen und Forschungspartner dabei, ihre Projektidee hinsichtlich der Förderfähigkeit einzuordnen, den Projektansatz zu strukturieren und geeignete Partner für ein Verbundvorhaben einzubinden.
Wir begleiten Unternehmen von der ersten Bewertung des Vorhabens über die Strukturierung des Forschungs- und Entwicklungsprojekts bis zur Ausarbeitung der Projektskizze und Vorbereitung der Antragstellung.
Sie entwickeln eine Robotik-, Automatisierungs- oder KI-Lösung für die Landwirtschaft und möchten wissen, ob Ihr Vorhaben zum aktuellen BMLEH-Fördercall passt?
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