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Politik Für Wirtschaftsjournalisten

Traut sich im Unternehmen noch jemand, die Wahrheit zu sagen?

B Be Yourself Academy GmbH 5 Min. Lesezeit · 935 Wörter · 56 Aufrufe Deutschland

Randstad-ifo-Befragung: Warum fehlendes Vertrauen Unternehmen teuer zu stehen kommen kann

Randstad-ifo-Befragung zeigt deutliche Unterschiede beim Vertrauen zwischen Mitarbeitern und Führungskräften. Keynote Speaker Norman Gräter erklärt, warum Schweigen für Unternehmen zum Risiko werden kann.

Berlin, 27. Oktober 2026. "Ist in euren Abteilungen alles in Ordnung?", fragt der Geschäftsführer. Alle nicken. Das Meeting endet pünktlich.

Drei Wochen später wird ein Problem sichtbar, das mehrere Mitarbeiter längst erkannt hatten.

Warum hat niemand etwas gesagt?

"Die entscheidende Frage ist nicht immer, ob Mitarbeiter ein Problem erkannt haben. Sondern ob sie sich trauen, es offen anzusprechen", erklärt Norman Gräter, Keynote Speaker und Experte für Motivation und menschliche Führung.

Nur jedes fünfte Großunternehmen berichtet von einem offenen Vertrauensverhältnis

Die aktuelle Randstad-ifo-HR-Befragung für das dritte Quartal 2026 zeigt deutliche Unterschiede zwischen Unternehmen verschiedener Größen.

Nur 20 Prozent der befragten Großunternehmen beschreiben das Verhältnis zwischen Mitarbeitern und Führungskräften als offen und vertrauensvoll. Bei Kleinunternehmen sind es 53 Prozent.

Zudem nennen 44 Prozent der befragten Unternehmen wirtschaftlichen Druck als prägendes Thema im Verhältnis zwischen Mitarbeitern und Führungskräften während der vergangenen zwölf Monate.

Für Gräter sind die Ergebnisse ein Anlass, über den Umgang mit kritischen Rückmeldungen nachzudenken.

"Eine freundliche Atmosphäre ist angenehm. Aber sie sagt noch wenig darüber aus, ob Mitarbeiter ihren Vorgesetzten auch widersprechen würden. Und genau das kann für ein Unternehmen entscheidend sein."

Was Google über erfolgreiche Teams herausgefunden hat

Auch Googles Forschungsprojekt "Aristotle" beschäftigte sich mit der Frage, was erfolgreiche Teams auszeichnet.

Ein besonders wichtiger Faktor war die sogenannte psychologische Sicherheit: Mitarbeiter können Fragen stellen, Fehler eingestehen und unterschiedliche Meinungen äußern, ohne befürchten zu müssen, dafür bloßgestellt oder bestraft zu werden.

Im Zusammenhang mit erfolgreicher Teamkommunikation wurde zudem beobachtet, dass sich die Gesprächsanteile der Teammitglieder über die Zeit vergleichsweise ausgewogen verteilten.

Gräter verdeutlicht die Bedeutung mit einem Beispiel:

"Stellen Sie sich ein Teammeeting mit zehn Mitarbeitern vor. Drei reden, sieben hören zu. Am Ende fragt der Chef: ‚Sind wir uns alle einig?' Alle nicken. Aber bedeutet das wirklich, dass alle zehn hinter der Entscheidung stehen?"

Für Führungskräfte gehe es deshalb nicht darum, dass jeder Mitarbeiter gleich lange sprechen müsse. Entscheidend sei, dass unterschiedliche Perspektiven tatsächlich Gehör finden.

Vertrauen entsteht durch das Verhalten von Führungskräften

Nach 24 Jahren innerhalb der Würth-Gruppe und seiner heutigen Arbeit mit Unternehmen und Führungskräften ist Gräter überzeugt: Vertrauen entsteht vor allem durch das Verhalten von Führungskräften im Alltag.

"Wenn ein Mitarbeiter dreimal eine unbequeme Wahrheit ausspricht und dreimal dafür Gegenwind bekommt, wird er beim vierten Mal vermutlich schweigen."

Um offene Gespräche zu fördern, empfiehlt er Führungskräften, bewusst andere Fragen zu stellen.

Beispielsweise: "Was übersehen wir gerade?" Oder: "Was würdest du mir sagen, wenn du keine negativen Konsequenzen befürchten müsstest?"

Besonders wertvoll sei auch die Frage: "Woran würdest du merken, dass ich meine Rolle als Führungskraft wirklich gut erfülle?"

Entscheidend sei allerdings, wie Führungskräfte auf die Antworten reagieren.

"Wer nach einer ehrlichen Meinung fragt, muss auch bereit sein, eine Antwort zu hören, die ihm nicht gefällt."

Für Gräter ist eine offene Gesprächskultur kein Widerspruch zu klaren Entscheidungen und wirtschaftlicher Leistungsorientierung.

Im Gegenteil: Wenn Mitarbeiter Probleme frühzeitig ansprechen, können Unternehmen schneller reagieren und Entscheidungen auf einer besseren Informationsgrundlage treffen.

"Wertschätzung bedeutet nicht nur, gute Leistungen zu loben. Sie zeigt sich auch darin, dass ich die Meinung eines Menschen ernst nehme - gerade dann, wenn sie meiner eigenen widerspricht."

Sein Appell an Unternehmer und Führungskräfte:

"Fragen Sie sich nicht nur, ob Ihre Mitarbeiter Ihnen folgen. Fragen Sie sich, ob sie Ihnen auch widersprechen würden."

Über Norman Gräter

Norman Gräter ist Keynote Speaker, Autor und Experte für Motivation, mentale Gesundheit und menschliche, leistungsorientierte Führung.

Der dreifache Europameister im öffentlichen Reden war 24 Jahre innerhalb der Würth-Gruppe tätig und verantwortete mehr als 150 Veranstaltungen und Incentives mit über 370.000 Teilnehmenden.

Heute begleitet er Unternehmen mit Keynotes, Workshops und individuellen Impulsen zu Motivation, Wertschätzung und Führung.

Pressekontakt

Be Yourself Academy GmbH
Norman Gräter
Husemannstraße 7
10435 Berlin

booking@norman-graeter.com
norman-graeter.com

Quellen

Randstad-ifo-HR-Befragung, drittes Quartal 2026; Randstad Deutschland, Pressemitteilung vom 23. Oktober 2026; ifo Institut, Auswertung vom 9. Oktober 2026.

Google: Project Aristotle - Untersuchung zur Effektivität von Teams und zur Bedeutung psychologischer Sicherheit.

_Die Randstad-ifo-Zahlen beruhen auf Einschätzungen befragter Unternehmensvertreter. Googles Project Aristotle war eine unternehmensinterne Untersuchung._

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Be Yourself Academy GmbH
Herr Norman Gräter
Husemannstrasse 7
10435 Berlin
Deutschland

fon ..: 03012140740
web ..: https://beyourself-academy.com/
email : info@beyourselfacademy.com

Die Be Yourself Academy GmbH begleitet Unternehmen, Führungskräfte und Teams dabei, eine Arbeitswelt zu gestalten, in der wirtschaftlicher Erfolg und Menschlichkeit zusammengehören. Mit Keynotes, Workshops, Coachings und individueller Unternehmensbegleitung schafft sie neue Perspektiven auf Führung, Zusammenarbeit und Unternehmenskultur.

Gegründet wurde die Be Yourself Academy von Norman Gräter und Anke Rehfeldt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der Mensch hinter seiner Position - mit der Überzeugung, dass nachhaltige Veränderung dort beginnt, wo Menschen Verantwortung übernehmen, sich gesehen fühlen und gerne Teil eines Unternehmens sind.

Die Vision der Be Yourself Academy ist eine Arbeitswelt, in der Menschen sich auf den Montag freuen. Denn Unternehmenskultur entsteht nicht nur in Strategiemeetings oder Leitbildern, sondern jeden Tag dort, wo Menschen miteinander arbeiten.

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