Hurenkind: unbeliebtes Familienmitglied im professionellen Buchsatz
Warum professioneller Buchsatz mehr bedeutet als ein paar Klicks in Word oder InDesign
Schondorf/Ammersee, 4. August 2026 - Bei Edition Blaes geht es im Zusammenhang mit Hurenkindern nicht um Familienverhältnisse, sondern um Buchseiten. Ein Hurenkind ist die letzte Zeile eines Absatzes, die allein am Anfang einer neuen Seite steht. Im professionellen Buchsatz ist das kein Kavaliersdelikt, sondern ein grober Fehler.
Gerade für Selfpublisher ist das relevant. Viele Autoren wissen, dass ihr Buch professionell aussehen soll, wissen aber nicht, was professioneller Buchsatz tatsächlich bedeutet. Denn ein Manuskript mit wenigen Klicks in Word oder InDesign in Buchseiten zu verwandeln, ist kein professioneller Buchsatz.
Ein Hurenkind lässt sich nicht einfach wegklicken
In vielen Anleitungen wird empfohlen, Hurenkinder über entsprechende Einstellungen im Satzprogramm zu vermeiden. Das Problem: Die betreffende Zeile gehört zum Text und kann nicht einfach weggelassen werden.
Ein Hurenkind muss manuell korrigiert werden. Dafür kann Text ergänzt oder gekürzt werden. In der Regel einfacher ist eine minimale Änderung der Laufweite. So lässt sich der Umbruch verändern, ohne den Inhalt des Textes anzutasten. Dabei muss auch die Registerhaltigkeit berücksichtigt werden.
Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum professioneller Buchsatz nicht allein aus den richtigen Programmeinstellungen besteht: Er erfordert Erfahrung, typografisches Wissen und ein geschultes Auge.
Kleine Fehler, große Wirkung
Hurenkinder sind nur ein Beispiel. Auch mit Leerzeilen erzeugte Absätze, falsche Erstzeileneinzüge, uneinheitliche Abstände oder falsch gesetzte Binde- und Gedankenstriche verraten schnell, dass ein Buch nicht professionell gesetzt wurde. Gleiches gilt für Anführungszeichen: Im professionellen Buchsatz sind Chevrons die ungeschriebene Regel - anstelle typografischer Anführungszeichen.
Genau hier unterstützt Edition Blaes Autoren und insbesondere Selfpublisher. Jede Seite wird geprüft und dort manuell korrigiert, wo es notwendig ist.
Denn ein Buch muss am Ende nicht einfach ordentlich aussehen. Es muss professionell aussehen. Ein Hurenkind gehört definitiv nicht dazu.
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Edition Blaes
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Renate Blaes ist Autorin, Lektorin, Korrektorin und Buchdesignerin mit über 30 Jahren Erfahrung rund um das Thema Buchveröffentlichung.
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