Circle4XR erweitert XR-Trainings für Industrieanlagen um KI-Avatare
Drei Gasanlagen wurden für XR-Trainings im Maßstab 1:1 virtualisiert. KI-Avatare führen bereits durch einzelne Module, während umfangreichere Programme weiterhin trainerbegleitet bleiben.
* KI-Avatare führen bereits durch einzelne XR-Trainingsmodule; der durchgängige Einsatz in einer vollständigen Trainingslösung ist als nächster Ausbauschritt vorgesehen
* Drei Gasanlagen wurden für ein trainerbegleitetes XR-Programm im Maßstab 1:1 virtualisiert; Techniker üben dort selbstständig mit zufällig wechselnden Fehlerszenarien
* In einem weiteren umgesetzten XR-Trainingsprogramm nahmen 55 Mitarbeitende aus 14 Ländern an einem gemeinsamen Trainingsdurchgang teil
Bad Aibling, 10.09.2026. Die Circle4XR GmbH erweitert ihre XR-Trainings für Industrieanlagen um KI-gestützte Avatare. In einzelnen Trainingsmodulen führen digitale Trainer Mitarbeitende bereits durch definierte Abläufe in virtuellen 1:1-Nachbildungen realer Anlagen. Diese Module lassen sich unabhängig von Uhrzeit, Standort und der unmittelbaren Verfügbarkeit eines realen Trainers durchführen. Umfangreichere Trainingsprogramme werden weiterhin von realen Trainern begleitet. Der durchgängige Einsatz eines KI-Avatars in einer vollständigen Trainingslösung ist als nächster Ausbauschritt vorgesehen.
Der Ansatz greift eine praktische Herausforderung industrieller Qualifizierung auf: Bei verteilten Standorten treffen zentral organisierte Schulungen auf Anlagen, die sich in Aufbau und Abläufen unterscheiden können. Gleichzeitig lassen sich sicherheitsrelevante Prozeduren und Störfallszenarien an realen Industrieanlagen häufig nur eingeschränkt üben, ohne den laufenden Betrieb zu beeinflussen oder zusätzliche Risiken zu erzeugen. Virtuelle 1:1-Nachbildungen ermöglichen es, solche Abläufe wiederholt und unter unterschiedlichen Szenarien zu trainieren.
"Eine Unterschrift auf einer Teilnehmerliste bildet nicht zwangsläufig eine Fähigkeit ab", erklärt Michele C. Fuhs, Gründer und Geschäftsführer der Circle4XR GmbH. "Entscheidend ist, ob ein Handgriff im Ernstfall sitzt, und das erreicht man durch Wiederholung, nicht durch Vermittlung. An einer realen Anlage kann diese Wiederholung teuer, selten oder schlicht zu gefährlich sein, deshalb verlagern wir sie in eine Umgebung, in der ein Fehler folgenlos bleibt. Was am Ende zählt, ist nicht die Technologie, sondern dass jemand nach dem Training weiß, was er tut."
XR-Training: Handlungsschritte dokumentieren und auswerten
Je nach Trainingsaufbau lassen sich einzelne Handlungsschritte im virtuellen Raum dokumentieren und auswerten. Dadurch wird sichtbar, an welchen Stellen Teilnehmende zögern, Fehler machen oder einen Ablauf erneut trainieren sollten. Die Auswertung ergänzt die reine Dokumentation einer Schulung um Informationen darüber, wie definierte Aufgaben im Training tatsächlich ausgeführt wurden.
KI-Avatare ergänzen trainergeführte XR-Programme
Die umfangreicheren XR-Programme von Circle4XR werden bislang von realen Trainern begleitet. Für einen italienischen Multi-Utility-Konzern hat das Unternehmen drei Gasanlagen im Maßstab 1:1 virtualisiert. Trainer führen Gruppen durch die virtuellen Anlagen, während Techniker selbstständig mit wechselnden Fehlerszenarien üben.
Für einen international tätigen Energiekonzern wurden fünf Forschungslabore vollständig virtualisiert. In einem weiteren umgesetzten Programm nahmen 55 Mitarbeitende aus 14 Ländern an einem gemeinsamen XR-Trainingsdurchgang teil.
Der KI-Avatar ergänzt dieses bestehende Trainingsmodell zunächst in klar definierten, wiederholbaren Modulen. Umfangreichere Programme bleiben trainerbegleitet. Perspektivisch ist der durchgängige Einsatz des digitalen Trainers in einer vollständigen Trainingslösung vorgesehen.
Über Circle4XR
Die Circle4XR GmbH mit Sitz in Bad Aibling entwickelt seit 2019 immersive Trainings- und Onboarding-Lösungen für technisch anspruchsvolle industrielle Umgebungen. Das Leistungsspektrum reicht von Strategie und Konzeption über die Entwicklung bis zur Implementierung.
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